Prezza liegt auf einer Anhöhe am Fuße der Berge mit Blick auf die Conca Peligna, auf einer Höhe zwischen etwa 480 und 580 Metern, und bietet einen weiten Ausblick auf die Maiella, den Morrone und das Sirente-Massiv. Die Weinbaulandschaft entsteht aus dem Zusammenspiel von Apennin-Höhenzügen, guter Belüftung und günstigen Lagen in einem Mikroklima, das eine allmähliche Reifung der Trauben begünstigt. Die Böden des Tals stammen aus alten Fluss- und Schwemmlandterrassen sowie aus Geröllablagerungen – eine Bodenmatrix, die zur strukturellen Fülle und zur würzigen Note der Weine beiträgt.
Die wichtigste Rebsorte ist der Montepulciano, der in intensiven, fruchtigen und würzigen Rotweinen mit ausgeprägten Tanninen und einem natürlichen Reifepotenzial zum Ausdruck kommt. Aus derselben Rebsorte entsteht der Cerasuolo d’Abruzzo, der traditionell durch einen kurzen Kontakt mit den Schalen oder durch Abzapfen gewonnen wird und sich durch eine leuchtende Farbe, Frische und eine ausgeprägte Vielseitigkeit bei Tisch auszeichnet. Neben den Rotweinen finden auch Weine aus Trebbiano d’Abruzzo ihren Platz, die vor allem in Edelstahltanks vinifiziert werden, um ihre Aromen, ihren Geschmack und ihre geschmackliche Dynamik zu bewahren. Bei der Herstellung wird abwechselnd in Edelstahltanks, mit dosierten Mazerationen und im Holzfass gereift – ganz im Sinne eines Stils, der die territoriale Identität, Ausgewogenheit und Entwicklungsfähigkeit in den Vordergrund stellt. Die landwirtschaftliche Geschichte des Dorfes und die Kontinuität der familiären Bewirtschaftung runden den authentischen Charakter des Terroirs von Prezza ab.